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LAND – KREIS – GEMEINDE
Klimaschutz strategisch planen, auf Wirtschaftlichkeit und Wertschöpfung setzen

Klimaschutz wird meist vornehmlich als freiwillige „Zusatzbelastung“ für die ohnehin stark geforderten Kommunen verstanden. Ein verbreitetes Argument ist, dass für Klimaschutz keine finanziellen Mittel zur Verfügung stünden und es keine Dringlichkeit zum Handeln gäbe. Hierbei gerät allerdings häufig aus dem Blick, dass Klimaschutz nicht nur eine Überzeugungsfrage ist, sondern, gut geplant, auch wirtschaftlich für Kommunen sind und die Entwicklung einer Region entscheidend fördern kann; dies belegen viele positive Beispiele aus dem gesamten Bundesgebiet. Dabei entfalten Themen wie Flächen- und Stoffstrommanagement, Kreislauf- und Landwirtschaft, Mobilität und nachhaltiger Tourismus meist regional erst ihre volle Tragweite. Klimaschutz bedeutet potenziell nicht nur Einsparung von CO2, sondern auch von Kosten. Gleichzeitig verheißt Klimaschutz Zugewinne an regionaler Wertschöpfung, fortschrittliches Image und Attraktivität der Region als Lebens- und Arbeitsstandort.

Das Projekt

Das von der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Projekt würdigt Landkreise als zentrale Mittlerebene und unterstützt sie dabei, die Koordination zwischen den Akteuren einer Region zu übernehmen und Klimaschutzprozesse anzustoßen, die sich positiv auf die regionale Wertschöpfung auswirken. Das Vorhaben hilft Klimaschutzaktiven, ihre Maßnahmen und Projektideen besser nach wirtschaftlichen Kriterien zu planen,  den Mehrwert erfolgreich zu kommunizieren und Schlüsselakteure zu überzeugen, um Rückhalt und Beteiligung der relevanten Akteuren zu erhöhen. Das Projekt wird von adelphi zusammen mit dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt. Hier erfahren Sie mehr über das Projektteam.

Hier finden Sie den Projektablauf zum Download.

Ziel: Starke regionale Akteure für Wirtschaft und Klimaschutz

Neben der aufeinander abgestimmten Projektplanung der Regionalakteure (in den vier beteiligten Bundesländern) gibt das Projekt praxisorientierte Hilfestellung für alle interessierten Akteure, um Auswirkungen von Klimaschutzmaßnahmen in strategischen Entscheidungsprozessen und in der konkreten Projektplanung mitzudenken. Hierbei soll nicht nur auf die Reduktion von CO2 geachtet werden, sondern auch der zusätzliche Mehrwert von Klimaschutzmaßnahmen für eine Region als valider Planungsparameter hervorgehoben werden. So können für Kommunen Kosteneinsparungen erreicht werden und die regionale Wertschöpfung sowie die Attraktivität einer Region als Wirtschaftsstandort und Lebensraum gefördert werden. Die teilnehmenden Landkreise werden in der Anwendung eines passenden Projektplanungstools (Klimaschutz-Business-Model-Canvas) geschult und durch Coachingformate individuell begleitet.
Zudem werden „Regionaldialoge“ zu verschiedenen Themen an der Schnittstelle von Klimaschutz und Regionalentwicklung in den vier (noch nicht festgelegten) Bundesländern veranstaltet. Für alle Interessierte (auch nicht direkt am Projekt teilnehmende) gibt es drei weitere offene Trainings und eine Bundeskonferenz.